Aktuell

Schiefe Hütten – Schräge Typen. Bilder von W. Botha aus dem Norden und Süden.
17. Sept. - 26. Nov. 2017
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Aktuell

Schiefe Hütten - Schräge Typen

Bilder von W. Botha aus dem Norden und Süden

Museum Langes Tannen, Uetersen
17. September - 26. November 2017

  

Nach 13 Jahren ist der Hamburger Künstler Wilfried Botha wieder zu Gast im Museum Langes Tannen. 2004 stellten wir unter dem Titel „Bothas Reisen“ Zeichnungen, Malerei, Holzschnitte und Objekte von ihm aus, die auf den Reisen mit seinem Fischkutter auf der Elbe sowie der Nord- und Ostsee entstanden waren. In der aktuellen Ausstellung, die sich auf zeichnerische und malerische Arbeiten von Botha konzentriert, stehen nun seine Bilder vom Süden – der Provence, Venedig und der Toskana – im Mittelpunkt. Aber auch Bilder aus dem Norden fehlen nicht, die den gegenübergestellten Bildern des Südens doch verwandter erscheinen als vermutet: Denn ob W. Botha in Skagen oder in Marseille, in der Provence oder in Faaborg ist, immer sprechen ihn ähnliche Motive an: es sind - auf einen Nenner gebracht oder zu einem Ausstellungstitel verkürzt - schiefe Hütten und schräge Typen. Typen in Häfen, in Kneipen oder Cafés wecken seine Aufmerksamkeit ebenso wie Hütten und Schuppen, die unbeachtet an Küste oder Landstraßen ihr Dasein fristen. Nicht das Postkartenmotiv, sondern der unauffällige und unscheinbare Nebenschauplatz ist sein bevorzugter Darstellungsgegenstand. Die zahlreich ausgestellten Skizzenbücher legen für seine künstlerische Arbeitsweise Zeugnis ab: Kurz und knapp werden Entdeckungen am Wegesrand meist mit dem Bleistift skizziert. Ein unerschöpflicher Ideen-Fundus ist auf diese Weise über Jahrzehnte entstanden, auf den er immer wieder zurückgreift.

Ein weiteres Thema, mit dem sich W. Botha schon jahrelang beschäftigt, ist die Darstellung von Wolken. Für seine Wolkenbilder hat er das (Post-) Kartenformat entdeckt und so findet der Besucher im Herrenhaus eine Vielfalt von faszinierenden Wolkenformationen und Himmelsfärbungen in kleinem Format dargestellt.

Seit über 50 Jahren ist W. Botha als Autodidakt künstlerisch tätig. Hauptberuflich arbeitete er nach einer Ausbildung zum Gold- und Silberschmied als Restaurator im Altonaer Museum in Hamburg.

Dr. Ute Harms